Psychotherapie
"Nicht, weil es schwer ist, wagen wir es, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer."
— SenecaSystemische Psychotherapie bedeutet, die eigenen Lebensmuster zu erkennen, sie in einem größeren Zusammenhang zu verstehen und soziale Beziehungen (z.B. familiäre, berufliche, etc.) als Informationsquelle für die Entstehung und Aufrechterhaltung von Problemen zu betrachten. So können Ressourcen, Kompetenzen und Fähigkeiten erkannt werden und sich Möglichkeiten für Veränderungen eröffnen. Ebenso sind sie für die Erreichung von persönlichen Zielen von großer Bedeutung.
Durch unsere persönliche Geschichte, wie wir diese erzählen bzw. erzählt bekommen, erzeugen wir eine eigene (individuelle) Wirklichkeit. Diese hat wiederum Auswirkungen auf unser Denken, unser Fühlen und unser Handeln.
Natürlich waren bestimmte Strategien in der Vergangenheit notwendig oder unerlässlich, um bestimmte Situationen zu meistern oder Probleme zu bewältigen. Im Verlauf oder der Entwicklung eines Menschen kann es jedoch passieren, dass diese „altbewährten" Strategien nicht mehr gebraucht werden oder sogar kontraproduktiv werden.
Sozusagen erarbeiten wir gemeinsam aus Mustern, welche zur Entstehung und Aufrechterhaltung von Problemen verantwortlich sind, (alltagswirksame) Veränderungs- und Lösungsprozesse in eine gewünschte Richtung. So können neue Sichtweisen und Verhaltensmuster entstehen.
Ablauf und Setting
Dies geschieht in einer wertschätzenden, respektvollen Atmosphäre in einer ruhigen, geschützten Umgebung.
Ich biete systemische Psychotherapie sowohl im Einzel- als auch im Mehrpersonensetting (Paare, Familien, Teilfamilie etc.) an. Mit welchem Setting wir am optimalsten arbeiten, wird in aller Regel im Erstgespräch vereinbart, kann aber bedarfsweise adaptiert werden.
Methoden und Techniken
Die Methoden und Techniken der systemischen Psychotherapie sind vielfältig. Dazu zählen:
- Unterschiedliche Fragetechniken
- Der selbstreflexive Dialog
- Der Einsatz von „Reflecting Teams"
- Die Arbeit mit visualisierenden Techniken wie Familienskulpturen und -aufstellungen
- Die Anregung von "Hausaufgaben"
- Abschlussinterventionen
- Rituale und Metaphern
Sexualtherapie
"Manchmal muss man aus der Rolle fallen, um aus der Falle zu rollen."
— Virginia SatirEine Sexualtherapie kommt bei Schwierigkeiten des sexuellen Erlebens und/oder einer Störung des Sexualverhaltens zum Einsatz. Hierbei kann sowohl im Mehrpersonensetting mit einem Paar, als auch im Einzelsetting gearbeitet werden.
Sexualität ist ein wichtiger Bestandteil des menschlichen Lebens und wird auch über das Lebensspektrum unterschiedlich erlebt und ausgedrückt. Sie wird von zahlreichen Faktoren, wie z.B. persönlicher Lebensgeschichte, biologischen Gegebenheiten, psychischer Verfasstheit, soziokultureller Norm- und Wertvorstellungen beeinflusst. So existiert eine vielfältige Palette an Ausdrucksmöglichkeiten von Sexualität.
Sexuelle Probleme lassen sich nur selten einem einzigen Entstehungsfaktor zuordnen. Ebenso sind sie insbesondere als Wechselspiel von körperlichen und psychischen Faktoren zu verstehen.
Behandlungsthemen
Im Rahmen der Sexualtherapie können u.a. folgende Themen behandelt werden:
- Unterschiedliche sexuelle Bedürfnisse in der Partnerschaft
- Probleme beim Ausleben sexueller Wünsche oder Fantasien
- Sexuelle Lustlosigkeit
- Erektionsprobleme
- Vorzeitiger Samenerguss
- Schwierigkeiten beim Erreichen eines Orgasmus
- Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
- Verkrampfung der Scheide (Vaginismus)
- Sexuelle Probleme nach Geburten, im Klimakterium oder aufgrund körperlicher Erkrankungen
- Unsicherheit bei der sexuellen Identität
Methoden
Zum Einsatz kommen unterschiedliche Techniken und Behandlungsmethoden:
- Gesprächstherapeutische Techniken
- Verhaltenstherapeutische Techniken
- Körperwahrnehmungsübungen und sinnliche Übungen
- Erstellung eines Genogramms
- Psychoedukation
Natürlich ist eine körperlich-medizinische Abklärung vor bzw. begleitend zu einer Sexualtherapie unerlässlich.
Psychologische Beratung & Coaching
Werden Herausforderungen des Lebens zur Überforderung oder können Entscheidungen nicht getroffen werden, kann eine psychologische Beratung oder ein Coaching helfen, wieder zu mehr Klarheit, Selbstvertrauen und einem guten Gefühl zu kommen. Natürlich gibt es kein Leben ohne Probleme, jedoch macht es durchaus einen Unterschied wie wir mit diesen umgehen und welche Ressourcen uns hier zur Verfügung stehen.
Themenfelder
- Überwindung von persönlichen Krisen, Entscheidungskonflikten und Belastungssituationen
- Unterstützung bei der Bewältigung und Verarbeitung von belastenden Lebenssituationen und Lebensabschnitten
- Unterstützung in herausfordernden beruflichen Situationen
- Unterstützung bei der Suche und Findung der eigenen Ziele und Werte
- Förderung und Entwicklung persönlicher Kompetenzen und Ressourcen
- Verbesserung der Beziehungsfähigkeit und Stärkung der sozialen Kompetenzen
- Konflikte in Paarbeziehungen bzw. Familien
Methoden und Techniken
- Gesprächsführung nach C. Rogers
- Systemische Ansätze
- Ressourcenaktivierung
- Genogrammarbeit
- Problemaktualisierung
- Motivationale Gesprächsführung
- Entspannungsverfahren
- Atemtechniken
- Autogenes Training
- Progressive Muskelentspannung
Besonders wichtig ist mir hierbei eine salutogenetische Sicht im Hintergrund auf dem Bio-Psycho-Sozialem-Modell. Im Vordergrund stehen hierbei das Erkennen der eigenen Bedürfnisse und Stärken, sowie die gemeinsame Erarbeitung von konkreten und alltagspraktischen Lösungswegen um die Lebensqualität zu erhöhen.
Die Art und Dauer der psychologischen Beratung/Coaching ist hierbei immer abhängig von der Art und Intensität der Herausforderung und der individuellen Situation. Psychologische Beratung und Coaching kann bei allen Altersstufen Anwendung kommen, ist jedoch vorrangig an Einzelpersonen adressiert.
Vorträge und Workshops
Meine Expertise teile ich gerne auch auf Vorträgen und in individuell abgestimmten Workshops. Nachstehend eine exemplarische Auflistung einiger Veranstaltungen:
Aktuelle und geplante Veranstaltungen
Vertiefungsworkshops zur Vortragsreihe für Psychotherapeut*Innen
Vorarlberger Landesverband PT (VLP)
Thema: Sexuelle Probleme und Sexualstörungen — Vertiefung und Fallbesprechung
Vortragsreihe — Weiterbildungsveranstaltung für Psychotherapeut*Innen
Steirischer Landesverband PT (STLP)
Thema: Sexuelle Störungen und Probleme erkennen und behandeln
Workshop zu Entspannungsverfahren
Weiterbildungseinrichtung Schloss Hofen Lochau
Thema: Autogenes Training und Progressive Muskelentspannung im soziotherapeutischen Kontext
Frühere Veranstaltungen
Workshops zum Thema Sexualität für Betroffene von psychischen Störungen
Aqua Mühle Vorarlberg
Thema: Sexualität, sexuelle Problem- und Fragestellungen
Öffentlicher Vortrag
Anima — Tag der Psychotherapie
Thema: Sexualstörungen — Eine unterschätzte Relevanz
Tagung
Mitarbeiter*Innen der Suchtberatungsstellen in Vorarlberg
Thema: „Sexualität — (k)ein Tabuthema" — Sexuelle Problemstellungen und ihre Relevanz in der psychosozialen Arbeit
Sie haben Interesse an einem Workshop oder Vortrag zu einem spezifischen Thema? Kontaktieren Sie mich gerne für eine individuelle Anfrage und Konzeption.